Ausschreibung: Konferenz „Hybride Identitäten in imperialen Räumen Nordeurasien“, Szczecin, Polen
Die Konferenz (28.–29.10.2026) an der Universität Szczecin in Polen befasst sich mit den nuancierten Mechanismen imperialer Herrschaft und Identitätsbildung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Russischen Reich und seinem Nachfolger, der Sowjetunion, liegt. Sie untersucht Zwangs- und Gewaltpraktiken, die die imperiale Macht aufrechterhielten, befasst sich aber auch mit den vielfältigen Strategien der Anpassung, Verhandlung und des Widerstands, die von der lokalen Bevölkerung angewendet wurden. Durch die Hervorhebung des Zusammenspiels zwischen imperialer Politik und individuellem Verhalten möchte die Konferenz die komplexen, kontextspezifischen Wege aufzeigen, auf denen Menschen Macht verhandelten, ihre Interessen verfolgten und die imperiale Herrschaft von unten gestalteten.
Die Organisatoren freuen sich auf die Bewerbungen, die sich mit bestimmten Regionen des Russischen Reiches und/oder der Sowjetunion und deren Wechselwirkungen befassen, darunter unter anderem:
- die westlichen und nördlichen imperialen Gebiete (hauptsächlich das Königreich Polen, das Großherzogtum Finnland, die baltischen Provinzen und die westlichen Provinzen des Russischen Reiches, die in etwa der heutigen Ukraine, Weißrussland und Moldawien entsprechen)
- die Transkaukasien-Region;
- Zentralasien;
- den Fernen Osten;
- alternative Kolonialprojekte wie Alaska sowie Prozesse der inneren Kolonisierung innerhalb des imperialen Kerns oder im interimperialen Kontext.
Bewerbungsschluss: 10. April 2026.
Bewerbungsfrist
10.04.2026
Kategorie
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