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Regionale Vielfalt: Industrie- und Grenzregionen im Vergleich

Leitung: Dr. Oleksandr Zabirko und Prof. Dr. Thomas Steger

Dieses Themenfeld untersucht die Dynamiken von Industrie- und Grenzregionen, insbesondere im Donbas und in der Schwarzmeerregion.

Zentrale Themen:

  • Kulturgeschichtliche Spezifik von Industrieregionen: Wie prägen regionale Besonderheiten Identität und Entwicklung?
  • Globalisierung und Demodernisierung: Auswirkungen globaler Veränderungen auf Industrieregionen.
  • Transformationsprozesse in Industriebetrieben: Organisatorische und strukturelle Anpassungen.
  • Partizipationsstrukturen: Einbindung lokaler Gemeinschaften in Veränderungsprozesse.

Kooperationen mit Forschungsprojekten

Alle Forschungsprojekte

Förderer:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Leitung:
Dr. Oleksandr Zabirko und Dr. Alina Strzempa
Laufzeit:
2022-2026

Förderer:
Chair of Leadership and Organisation, Universität Regensburg
Leitung:
Dr. Andreas M. Hilger und Prof. Dr. Thomas Steger
Laufzeit:
2021-2026
Das Projekt analysiert ukrainische IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie)-Firmen, die während des andauernden Krieges eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit bewiesen haben, indem sie eine Reihe von Strategien zur Anpassung, zum Überleben und sogar zum Gedeihen in dem herausfordernden Umfeld im Zeitraum von 2021 bis 2025 einsetzten. Insbesondere die fluchtbedingte Internationalisierung, einschließlich der Verlagerung von Betrieben und der Umstellung auf eine fußlahme Branche, hat sich als erfolgreich erwiesen. Viele Unternehmen verlagerten ihr Personal und ihre Infrastruktur in sicherere Regionen innerhalb der Ukraine oder in Nachbarländer. Aufgrund ihrer technologischen Kernkompetenzen sind ukrainische Unternehmen auch Vorreiter bei der Anpassung an die Telearbeit. Unter Ausnutzung der bestehenden Kultur der Fernarbeit in der IKT-Branche gingen die Unternehmen nahtlos zu vollständig ferngesteuerten oder hybriden Modellen über und stellten so die Kontinuität trotz Störungen der Infrastruktur sicher.

Förderer:
Leibniz-Gemeinschaft
Leitung:
Dr. Tamar Qeburia
Wissenschaftlicher Betreuer:
Prof. Dr. Guido Hausmann
Laufzeit:
2025-2028
Das Teilprojekt untersucht die globale Geschichte der Bodenschätze aus den geografischen Randgebieten des Russischen Reiches und der Sowjetunion am Beispiel der Gewinnung, des Abbaus und des Verkaufs von Manganerz aus Westgeorgien und der Südostukraine vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1950er Jahre. Manganeerz ist für die Stahlveredelung von zentraler Bedeutung; sein Abbau in den westgeorgischen Lagerstätten in Chiatura und in Nikopol in der Südostukraine war ein wichtiger Teil der globalen Industrialisierungsgeschichte. Die hohe Qualität der westgeorgischen Lagerstätten war für die deutsche (Ruhrgebiet), andere europäische und US-amerikanische Bergbau- und Stahlindustrie jener Zeit von entscheidender Bedeutung. Das Forschungsprojekt untersucht diese Rohstoffgrenze als eine miteinander verflochtene georgisch-ukrainische Rohstoffgrenze. Die Grenze entstand in Westgeorgien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Umweltraum und dehnte sich infolge der steigenden globalen Nachfrage aus, sodass sie vor dem Ersten Weltkrieg und in der darauf folgenden Sowjetzeit auch die Südostukraine umfasste. Das Projekt analysiert die Entstehung und den seit den 1920er Jahren andauernden Niedergang dieser Mangan-Rohstoffgrenze im Rahmen der konzeptionellen Analyse von Rohstoffgrenzen in Osteuropa. Es untersucht zudem die Rolle der wichtigsten regionalen Akteure in den beiden Teilregionen in einer Zeit des Regimewechsels, indem es erstens ihre Rolle bei der sozialen und ökologischen Neugestaltung der beiden Teilregionen beleuchtet und zweitens ihre Wahrnehmung des globalen Manganerzmarktes sowie ihre Interaktion mit diesem analysiert.