Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen Zum Seitenfooter springen

Jahreskonferenz 2025 „Organizations and Institutions in Times of War: Ukraine, Eastern Europe and Beyond”

  • Datum: 9. bis 11. Oktober 2025
  • Ort: H. 25 & H. 26, Vielberth-Gebäude, Universität Regensburg
  • Veranstalter: „Denkraum Ukraine“ an der Universität Regensburg, gefördert vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) mit Mitteln des Auswärtigen Amts (AA)
  • Sprache: Englisch 

Wie verändern sich Organisationen und Institutionen in Kriegszeiten? Welche Rolle spielen staatliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Akteure während und nach gewaltsamen Konflikten?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unserer Jahreskonferenz 2025 an der Universität Regensburg. Forschende aus zwölf Ländern – darunter Deutschland, Ukraine, Estland, Polen, Kanada, Kirgisistan, Armenien, Großbritannien, Frankreich, Italien, USA und Kosovo – werden ihre Perspektiven und Forschungsergebnisse vorstellen.

An drei Tagen werden mehr als 45 Referentinnen und Referenten zu Themen wie dem Wandel von Demokratie und Regierungsführung in Kriegszeiten, der Rolle von Religion, Bildung und Wissenschaft in Krisenzeiten, der Anpassung von Rechts- und Wirtschaftsinstitutionen sowie dem Einfluss von Medien, Bildung und Regierungen auf Gesellschaften unter extremen Bedingungen sprechen.

Programm

Das vollständige Programm der Konferenz finden Sie hier. Die Vorträge und Präsentationen während der Konferenz stehen allen Interessierten offen. Bitte beachten Sie, dass Änderungen im Programm vorbehalten sind.

Keynote-Vorträge 

1. Klaus Meyer (Ivey Business School, Kanada): Der Rückzug (oder Nicht-Rückzug) multinationaler Unternehmen aus Russland: Wirtschaft und Ethik

9. Oktober 2025, 10:30–12:00 Uhr, H. 25, Vielberth-Gebäude, Universität Regensburg

Unternehmen verbringen viel Zeit damit, Strategien für das Wachstum zu entwickeln. Was passiert jedoch, wenn sich der Wind dreht und die Stakeholder im Heimatland das internationale Wachstum nicht mehr unterstützen, sondern Hindernisse schaffen – von NGOs, die gegen mutmaßliche Menschenrechtsverletzungen kämpfen, bis hin zu Regierungen, die Sanktionen gegen Länder verhängen, die als feindlich gegenüber den nationalen Interessen angesehen werden? Die militärische Invasion Russlands in der Ukraine hat „Ausstiegsstrategien” auf die Tagesordnung vieler globaler Unternehmen gesetzt. Doch es ist nicht nur Russland: Auch der Militärputsch in Myanmar, der Bürgerkrieg in Syrien und Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen in der chinesischen Provinz Xinjiang stellen globale Unternehmen vor die Frage, wie sie eine Ausstiegsstrategie umsetzen können. Herkömmliche Analysen betrachten eine vollständige Abschreibung des investierten Kapitals als Worst-Case-Szenario. Doch es könnte noch schlimmer kommen. Die globalen Aktivitäten und der Ruf des Unternehmens könnten gefährdet sein. Wie sollten Unternehmen mit den Stolperfallen rund um Ausstiegsstrategien umgehen? Anhand von Beispielen aus Russland werden in diesem Vortrag die Herausforderungen diskutiert, denen Führungskräfte bei der Erwägung und Umsetzung einer Ausstiegsstrategie gegenüberstehen.

2. Wilfried Jilge (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Deutschland): Das Schwarze Meer zwischen Russland und der Ukraine: Politische und historische Perspektiven

10. Oktober, 9:00-10:30 Uhr, H. 25, Vielberth-Gebäude, Universität Regensburg

3. Amelia Glaser (Universität San Diego, USA): Eine Metapher, die sich faltet: Ukrainische Lyrik in Kriegszeiten übersetzen (online)

10. Oktober 2025, 16:30–18:00 Uhr, H. 25, Vielberth-Gebäude, Universität Regensburg

„In einer Metapher, die sich wie ein Schweizer Taschenmesser zusammenfaltet, /brach der Korkenzieher, die Feile wurde stumpf.“ In dieser Metapher einer Metapher fordert die ukrainische Dichterin Halyna Kruk ihre Leserinnen und Leser auf, die Fragilität der Sprache wahrzunehmen. Im Februar 2022 begann der Dichter Ostap Slyvynsky mit der Sammlung eines Lexikons von Kriegsbegriffen, das veranschaulicht, wie der Krieg die Sprache der Ukraine verändert. Bald darauf begannen andere Dichter, ihre eigenen mitgehörten Anekdoten unter dem von Slyvynsky für dieses Projekt geschaffenen Hashtag #slovnikviinii zu veröffentlichen, woraus ein kollektives Glossar mit Kriegsbegriffen entstand. In diesem Vortrag wird Professorin Amelia Glaser, die auch ukrainische Lyrik übersetzt, darüber sprechen, wie der anhaltende Krieg in der Ukraine die Sprache der Poesie verändert hat und welche Rolle Übersetzer in diesem Prozess gespielt haben.

 

Die Jahreskonferenz 2025 „Organizations and Institutions in Times of War: Ukraine, Eastern Europe and Beyond“ wird von Prof. Dr. Thomas Steger (Universität Regensburg, „Denkraum Ukraine“) und Dr. Oleksandr Zabirko (Universität Regensburg, „Denkraum Ukraine“), den Leitern des Themenfelds Regionale Vielfalt: Industrie- und Grenzregionen im Vergleich am Zentrum für interdisziplinäre Ukraine-Studien „Denkraum Ukraine“ an der Universität Regensburg, gefördert vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) aus Mitteln des Auswärtigen Amts (AA). 

Datum

09.10. - 11.10.2025

Zeit

09:30

Kategorie

Diskussion | Präsentation | Vortrag | Workshop

Organisator

„Denkraum Ukraine“ an der Universität Regensburg, gefördert vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) aus Mitteln des Auswärtigen Amts (AA)

Ort

Vielberth-Gebäude, Universität Regensburg

Vielberth-Gebäude, Universität Regensburg