Integration und Ausgrenzung: Migranten in Westdeutschland der 1950er Jahre
Datum: 21. Mai 2026, 11:00–12:00 Uhr
Ort: Raum 017, IOS, Altes Finanzamt, Landshuter Str. 4
Referentin: Anna Holian (Arizona State University)
Veranstalter: Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS), Leibniz WissenschaftsCampus “Europa und America in der modernen Welt”, Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien (UR), „Denkraum Ukraine“ an der Universität Regensburg, gefördert vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) aus Mitteln des Auswärtigen Amts (AA)
Sprache: Englisch
Abstract
In diesem Vortrag wird die Integration und Ausgrenzung von Ausländern in Westdeutschland in den 1950er Jahren untersucht. Integration wird oft als ein erst seit kurzem bestehendes politisches Ziel Deutschlands angesehen, das mit dem Ende des „Gastarbeiter“-Programms und der wachsenden Erkenntnis zusammenhängt, dass viele vermeintlich vorübergehend im Land lebende ausländische Arbeitskräfte zu Daueraufenthaltsberechtigten geworden waren. Integration war jedoch auch in der frühen Nachkriegszeit ein zentrales Ziel. Dies wird deutlich, wenn man sich die Politik gegenüber deutschen Flüchtlingen ansieht, aber sie war auch von zentraler Bedeutung für die Politik gegenüber ehemaligen „Vertriebenen“ und anderen sogenannten „internationalen Flüchtlingen“. Im Vortrag wird Anna Holian untersuchen, wie sowohl die westdeutsche Regierung als auch internationale Organisationen versuchten, Flüchtlinge wirtschaftlich zu integrieren, wobei sie sich insbesondere auf Bemühungen zur Förderung dessen konzentriere, was wir heute als wirtschaftliche „Selbstständigkeit“ bezeichnen würden. Der Vortrag wird auch erörtern, wie wirtschaftliche Integration mit Bemühungen einherging, Ausländer in kultureller Hinsicht nicht zu integrieren.
Anna Holian
Anna Holian ist außerordentliche Professorin an der Fakultät für Geschichts-, Philosophie- und Religionswissenschaften der Arizona State University. Sie ist Kultur- und Sozialhistorikerin mit Schwerpunkt auf dem Europa des 20. Jahrhunderts, insbesondere auf Deutschland und den Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihre Arbeit wurde unter anderem vom National Endowment for the Humanities (NEH), dem United States Holocaust Memorial Museum, dem DAAD und den Deutschen Historischen Instituten gefördert. Sie hält Vorlesungen zur modernen deutschen Geschichte, zum Holocaust, zum Faschismus, zur Migration, zum Europa nach 1945 sowie zu Geschichte und Film.
Datum
21.05.2026
Zeit
11:00 - 12:00
Kategorie
Vortrag
Ort
R. 017, Altes Finanzamt, Landshuter Str. 4, 93047, Regensburg
R. 017, Altes Finanzamt, Landshuter Str. 4, 93047, Regensburg