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Beitragsaufruf: Umweltpolitik in Mittelost- und Südosteuropa, FOMOSO

Basierend auf wissenschaftlichen Studien einer umfassenden Mehrheit von Experten und Wissenschaftlern wird der Klimawandel als eine erhebliche Herausforderung für die Menschheit anerkannt, die hohe Risiken und ernste Auswirkungen mit sich bringt. Beispiele für solche Auswirkungen sind steigende Meeresspiegel, zunehmende Extremwetterereignisse, Veränderungen in Ökosystemen und der Biodiversität. Die Verantwortung und die Mittel, um diese Herausforderung anzugehen, erfordern Anstrengungen und Zusammenarbeit zwischen Staaten und Organisationen. 

Die Umweltpolitik spielt daher eine wichtige Rolle in den internationalen Beziehungen, wie die Einrichtung von Initiativen wie der UNFCCC, dem Kyoto-Protokoll und dem Pariser Abkommen zeigt. Aber nur ein kleiner Teil der Länder hat es in den letzten Jahren geschafft, ihre Bemühungen im Klimaschutz und im Umweltschutz nennenswert zu verstärken. Daher behindern Eingriffe in die Umwelt durch Entwaldung, Ressourcenabbau, Kohleemissionen und andere Faktoren weiterhin das Erreichen der Klima- und Umweltziele, die aus internationalen Verhandlungen oder Abkommen hervorgehen. Zusätzlich beeinflussen Umstände wie der Krieg in der Ukraine, steigende Energiepreise, diverse Interessengruppen und globale politische Unsicherheiten diese Bemühungen. 

Weltweit beobachtete Herausforderungen finden sich ebenso in Mittelost- und Südosteuropa (MOSO) wider, was die komplexe Balance zwischen Umweltambitionen und sozial-politischer Realität betont. Beispielsweise bezieht Estland trotz Umweltbedenken nach wie vor einen Großteil seiner Energie aus Ölschiefer. Gemeinschaftliche Bemühungen in Albanien haben den Vjosa-Fluss vor dem Bau eines Staudamms bewahrt und somit Umweltprioritäten hervorgehoben. Rumänien kämpft mit großen Schäden durch illegale Abholzung, bedingt unter anderem durch mangelnde Rechtsdurchsetzung. 

Folglich gibt es viele Aspekte in dieser Region, die im Zusammenhang mit Klima, Umwelt und Politikfragen zu diskutieren sind, wie zum Beispiel: Welche Umweltschutztrends zeichnen sich in der MOSO-Region ab? Wie wirken sich der Ukraine-Konflikt und Europas steigende Energiepreise auf die Umweltinitiativen der MOSO-Länder aus? Wie effektiv ist die Politik oder das Engagement lokaler NGOs und Initiativen für ökofreundliche Massnahmen? Und welche Rolle spielt die Jugend dabei? Dieser Beitragsaufruf zielt darauf ab, diese und andere wichtige Fragen anzusprechen.

Die Auswahl erfolgt zunächst auf der Grundlage eines Konzeptentwurfs (ca. 400-500 Wörter), der bis zum 31. Oktober 2026 an beitragsaufruf@fomoso.org gesendet werden muss. 

Für die drei besten Entwürfe ist jeweils ein Beitrag von etwa 2500 bis 3000 Wörtern auszuarbeiten, der sich auf Analysen und Recherchen (inkl. Referenzen) stützt und entweder auf Deutsch oder Englisch verfasst werden darf. Das Thema kann sich auf einzelne Länder, Personen, Vergleiche, usw. beziehen. Der politischen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die drei ausgewählten Beiträge werden letztlich auf www.fomoso.org und in unseren Sozialen Medien veröffentlicht. Der beste Beitrag davon wird zudem mit einem Zertifikat und einem Preisgeld von 100 Euro versehen.

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Bewerbungsfrist

31.10.2026

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