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Rückblick: Winterschule 2026 „Ukrainische Migration in Europa und weltweit im 20. und 21. Jahrhundert”

| News

Die Winterschule „Ukrainische Migration in Europa und weltweit im 20. und 21. Jahrhundert” fand vom 23. bis zum 27. März 2026 an der Ukrainischen Freien Universität in München statt und diskutierte das Thema der ukrainischen Migration in seinen vielfältigen Dimensionen.

Über 25 internationale Referent:innen und über 20 Teilnehmende aus der Ukraine, Slowakei, Schweiz, Deutschland, Estland, Polen, Norwegen und Großbritannien befassten sich mit einer umfassenden historischen Perspektive der ukrainischen Migration im 20. und 21. Jahrhundert. Sie diskutierten, wie die ukrainische Kultur, insbesondere die Literatur, die Migration widergespiegelt hat, und untersuchten, wie Ukrainerinnen und Ukrainer Flucht und Migration unter Berücksichtigung ihres Alters und Geschlechts erlebt haben. Die rechtlichen und politischen Dimensionen des Phänomens, einschließlich der regionalen Dynamik der Migration, sowie die Wahrnehmung der Ukrainer und der Krieg Russlands gegen die Ukraine standen ebenfalls im Mittelpunkt der Veranstaltung. 

Neben den täglichen Vorträgen, Präsentationen und Diskussionen wurden die öffentlichen Abendveranstaltungen zu besonderen Highlights der Winterschule. 

Viola von Cramon-Taubadel (Die Grünen, Abgeordnete des Europäischen Parlaments 2019–2024) und Guido Hausmann (Denkraum Ukraine; IOS Regensburg; Universität Regensburg) sprachen über die aktuellen Herausforderungen für Deutschland und die EU im fünften Jahr der russischen Vollinvasion gegen die Ukraine. 

Am darauffolgenden Abend standen in einem Gespräch zwischen der Autorin Marjana Gaponenko, dem Literaturkritiker Alexander Kratochvil (Ludwig-Maximilians-Universität München) sowie Verena Nolte (Kulturallmende gUG) Literatur und Kunst im Spannungsfeld von Krieg und Migration im Mittelpunkt. Sie tauschten sich vor allem über die Frage aus, wie künstlerische Ausdrucksformen auf Erfahrungen von Gewalt, Verlust und Vertreibung reagieren und welche Rolle sie in gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen spielen.

Im Rahmen der Filmvorführung „Haytarma“, die sich mit der Deportation der Krimtataren im Jahr 1944 auseinandersetzte, hatten die Teilnehmenden und Besucher:innen die Gelegenheit, mit dem ukrainischen Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor krimtatarischer Herkunft Akhtem Seitableiev ins Gespräch zu kommen. Sie erhielten Einblicke in die Entstehung des Films sowie in die historischen und persönlichen Hintergründe des Themas. 

Am 26. März widmete sich eine weitere Diskussionsrunde mit Katrin Boeckh (Denkraum Ukraine; IOS Regensburg; Ludwig-Maximilians-Universität München), Tanja Hoggan-Kloubert (Universität Augsburg) und Jana Osterkamp (Bukowina-Institut; Universität Augsburg) der ukrainischen Migration nach Deutschland seit 2022. Dabei wurde dieser aktuelle Prozess den deutschen Vertreibungserfahrungen nach 1945 gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten. 

Das vollständige Programm der Winterschule ist unter dem Link verfügbar. 

Wir danken den Referent:innen, den Teilnehmenden sowie den Ko-Organisator:innen der Winterschule herzlich für diese anregende und bereichernde Woche und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen. 

Die Winterschule 2026 „Ukrainische Migration in Europa und weltweit im 20. und 21. Jahrhundert” wurde von „Denkraum Ukraine” / „Think Space Ukraine” an der Universität Regensburg, gefördert vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) aus Mitteln des Auswärtigen Amts (AA), der Ukrainischen Freien Universität (UFU, München), dem Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, der Ludwig-Maximilians-Universität München (Slawistik) und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropastudien (IOS) Regensburg, organisiert.